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Säule 3a Vergleich: Konto, Fonds oder Wertschriften?

Blog
von Florian Rümmelein
Säule 3a Vergleich: Konto, Fonds oder Wertschriften?

Säule 3a Vergleich 2026: die wichtigsten Dimensionen von Sparkonto, 3a-Fonds und Wertschriftenlösung im Überblick, dazu Kosten, Flexibilität, Steueraspekt und der passende Mix aus Sicherheit und Renditechance.

Beim Säule 3a Vergleich geht es nicht um eine Anbieter-Rangliste, sondern um die richtigen Dimensionen: Anlageform, Kosten, Flexibilität sowie das Verhältnis von Sicherheit und Renditechance. Welche Gewichtung passt, hängt vom Anlagehorizont und vom persönlichen Risikoprofil ab. Dieser Beitrag erklärt, worauf Sie 2026 beim Säule 3a Vergleich achten sollten.

Um dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen, wird das Vorsorgesystem in Zukunft angepasst werden müssen. Diese Änderungen betreffen vor allem die Finanzierung der Renten. Es bleibt eine Herausforderung, im 3-Säulen-System der Schweiz das heutige Rentenniveau in der 1. und 2. Säule zu halten.

Um einen sicheren finanziellen Ruhestand zu gewährleisten, ist es daher von entscheidender Bedeutung, dass der Einzelne Eigenverantwortung übernimmt und entsprechend plant. Das freiwillige Sparen in der 3. Säule ist zu einem Eckpfeiler der persönlichen Altersvorsorge geworden.

Die Säule 3a dient als Lösung, um Vorsorgelücken in der 1. und 2. Säule zu schliessen. Die Vielzahl der Anlagemöglichkeiten macht die Entscheidung allerdings zu einer komplexen Angelegenheit. Wir haben daher für Sie die verschiedenen Anlagen der Säule 3a hinsichtlich Renditechancen, Risiken und Gebühren verglichen. Der Vergleich hilft Ihnen dabei, Ihre persönliche Anlagestrategie zu finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 3. Säule ist die private Vorsorge in der Schweiz und gewinnt zunehmend an Bedeutung.
  • Beim Säule 3a Vergleich zählen vier Dimensionen: Anlageform, Kosten, Flexibilität und das Verhältnis von Sicherheit zu Renditechance.
  • Maximalbetrag 2026: 7’258 Franken mit Pensionskasse, bis zu 36’288 Franken ohne Pensionskasse (Quelle: BSV, Stand 2026).
  • Neuer 3a-Einkauf: Seit dem 1. Januar 2025 erlaubt die revidierte BVV 3 das nachträgliche Einkaufen von Beitragslücken. Einkaufsfähig sind jedoch nur Lücken ab dem Jahr 2025, der erste Einkauf ist 2026 möglich (rückwirkend für 2025); das Zehn-Jahres-Fenster baut sich erst über die Jahre auf (Quelle: BSV, Stand 2026).
  • 3a-Sparkonten verzinsen Guthaben 2026 im Schnitt mit rund 0.27 Prozent (Quelle: moneyland.ch, 2026), bei einer Spannweite von etwa 0.05 bis 1.25 Prozent.
  • Mit einem längeren Anlagehorizont und höherem Aktienanteil lassen sich langfristig höhere Renditechancen erschliessen, verbunden mit höheren Wertschwankungen.
  • Einzahlungen in die Säule 3a sind in allen Anlageformen vom steuerbaren Einkommen abziehbar, der Steuervorteil bleibt also unabhängig von der gewählten Lösung bestehen.

Review

Worauf sollten Sie beim Säule 3a Vergleich achten?

Ob Sparkonto, Wertschriftensparen oder Fondskonto: Wer die für sich beste Anlage sucht, muss zuerst wissen, welche Punkte zu vergleichen sind. Diese unterscheiden sich je nach Anlageform. Wichtig vorweg: Everon erstellt bewusst keine Anbieter-Ranglisten. Der hier gemeinte Vergleich betrifft die Dimensionen, anhand derer Sie selbst die passende Lösung einordnen.

Das 3a-Sparkonto im Vergleich

Bei einigen Anbietern ist die Eröffnung eines Säule-3a-Sparkontos grundsätzlich nur möglich, wenn bei der Bank weitere Produkte abgeschlossen werden, etwa ein Privatkonto. Regionale Banken bieten 3a-Sparkonten teilweise nur Kunden an, die in der Region der Bank wohnen.

Darüber hinaus ist beim Vergleich auf folgende Punkte zu achten:

  • Zinsen: Ein Sparkonto ist zwar eine sichere Anlage, dafür sind die Erträge sehr gering. Dennoch lohnt sich der Vergleich, denn die Zinsen für 3a-Sparkonten bewegen sich 2026 in einer Bandbreite von etwa 0.05 bis 1.25 Prozent, im Durchschnitt bei rund 0.27 Prozent.
  • Kontogebühren: Im Normalfall werden keine Kontoführungsgebühren verrechnet. Unterschiede gibt es bei den weiteren Gebühren. Diese fallen etwa bei Auflösung zur Pensionierung an und können bis zu 100 Franken betragen.
  • Gebühren bei Anbieter-Wechsel: Dieser wird meistens kostenlos durchgeführt. Einige Anbieter berechnen jedoch bis zu 100 Franken.
  • Gebühren bei Vorbezug: Hier gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Der Grund des Vorbezugs, etwa wegen Aufnahme einer Selbstständigkeit, Erwerb von selbst bewohntem Wohneigentum oder Wegzug ins Ausland, spielt eine grosse Rolle. Die Höhe der Gebühren reicht von 0 bis etwa 600 Franken. Insbesondere der Wegzug ins Ausland ist bei einigen Anbietern mit hohen Gebühren verbunden und kann schon einmal 950 Franken kosten. Mehr dazu im Beitrag über die 3a-Auszahlung.

3a-Fonds und 3a-Wertschriften-Lösungen im Vergleich

Wer auf Rendite bei der 3. Säule achtet, wird in Aktien investieren. Bei der Suche nach der optimalen Anlagestrategie ist zu beachten, dass in der Säule 3a die Investition in einzelne Aktien nicht möglich ist. Das bedeutet: kein Trading wie in einem freien Depot. Da Vorsorgegelder diversifiziert angelegt werden müssen, kommen ausschliesslich 3a-Fonds oder 3a-Anlagestrategien in Betracht.

Bei 3a-Fonds sind Performance und Gebühren für den Erfolg verantwortlich. Es sollten also bei der Auswahl folgende Details verglichen werden:

  • Performance: Erfolgreiche Investitionen am Aktienmarkt erfordern einen langfristigen Anlagehorizont, um Kursschwankungen ausgleichen zu können. Die Performance von 3a-Fonds fällt je nach Aktienquote sehr unterschiedlich aus, was einen Vergleich lohnenswert macht. Fonds mit hoher Aktienquote schwanken stärker, bieten über lange Laufzeiten aber höhere Renditechancen als reine Konti.
  • Total Expense Ratio (TER): Mit dieser Kennzahl werden alle laufenden Kosten des Fonds abgebildet, die ausserhalb der Ausgabeaufschläge anfallen. Die TER von 3a-Fonds bewegt sich etwa von 0.60 bis 1.50 Prozent jährlich. Da die TER die Nettorendite direkt mindert, ist sie eine der wichtigsten Vergleichsgrössen.
  • Ausgabegebühr und Rücknahmegebühr: Auch wenn diese Gebühren jeweils nur einmalig anfallen, wirken sie sich auf die Gesamtrendite aus. Hier ist mit Gebühren von insgesamt 0 bis 1.5 Prozent zu rechnen.
  • Depotgebühren: Der Markt der Anbieter ist in den letzten Jahren in Bewegung geraten. Bei Depotgebühren von rund 0 bis 1 Prozent jährlich ist auch hier ein Vergleich empfehlenswert.

Depot verwalten

Wie viel Zins bringt ein 3a-Konto 2026?

Die Zinsen für 3a-Sparkonten liegen 2026 im Durchschnitt bei rund 0.27 Prozent (Quelle: moneyland.ch, 2026). Damit hat sich das Zinsniveau gegenüber den Vorjahren weiter abgeschwächt: Anfang 2025 lag der Mittelwert noch bei etwa 0.61 Prozent. Spitzenwerte über 1 Prozent sind die Ausnahme, während einzelne Anbieter nur noch um 0.05 Prozent verzinsen.

Die Teuerung in der Schweiz ist 2026 zwar tief, lag im Mai 2026 bei rund 0.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Quelle: BFS, 2026). Selbst bei dieser tiefen Teuerung bedeutet ein durchschnittlicher 3a-Zins von 0.27 Prozent jedoch, dass die Kaufkraft des Guthabens real kaum erhalten bleibt. Das Verhältnis von Zins zu Teuerung schwankt über die Jahre, ein nennenswerter realer Vermögensaufbau über das reine Sparkonto ist jedoch selten.

Der Vorteil von 3a-Zinskonti beschränkt sich somit auf den einer risikoarmen Anlage. Eine nennenswerte Rendite ist nur mit einem gewissen Risiko zu erzielen. Langfristvergleiche zeigen, dass bei hinreichender Diversifizierung und einem Anlagehorizont oberhalb von zehn Jahren die Investition am Aktienmarkt in der Vergangenheit über solche Zeiträume eine positive Rendite erbracht hat. Vergangene Ergebnisse sind allerdings keine Garantie für die Zukunft.

Wie entwickelt sich eine Säule-3a-Anlage über die Zeit?

Die Unterschiede der Anlageformen werden an einem Modellbeispiel deutlich. Die folgende Übersicht stellt die Entwicklung einer Einlage von 10’000 Franken über verschiedene Laufzeiten gegenüber. Es handelt sich um historische Vergleichswerte zur Veranschaulichung, nicht um eine Prognose.

Auszahlung nach Laufzeit von …Zinskonto (durchschnittlicher Zins in den jeweiligen Laufzeiten)Fonds defensiv (bis 15 Prozent Aktienanteil, Beispiel Zürcher Kantonalbank)Fonds chancenreich (bis 45 Prozent Aktienanteil, Beispiel Zürcher Kantonalbank)
5 Jahre Laufzeit (2017 bis 2022)10’0009’82711’757
10 Jahre Laufzeit (2012 bis 2022)10’51311’52115’883
20 Jahre Laufzeit (2002 bis 2022)12’21315’10118’536

Welche Rolle spielt der Aktienanteil für die Vorsorge?

Der obige Vergleich verdeutlicht insbesondere folgende Ergebnisse der Vergangenheit:

  • Zinskonti eignen sich dazu, Gelder kurzfristig sicher zu verwahren. Bei Liquiditätsbedarf in naher Zukunft besteht kein Risiko, durch Kurseinbrüche nur über ein vermindertes Kapital zu verfügen.
  • Über einen Anlagehorizont von 10 Jahren entsteht unter Berücksichtigung der Teuerung mit reinen Zinsanlagen real meist ein Wertverlust.
  • Die Höhe des Aktienanteils entscheidet wesentlich über mögliche Renditen.
  • Geringe Aktienanteile und hohe Anteile an festverzinslichen Wertpapieren schützen bei kurzen Laufzeiten nicht vor Kursverlusten.

Auch bei Anlagestrategien ist der Blick in die Vergangenheit hilfreich. Dies ist zwar keine Gewähr für die Zukunft. Es zeigt jedoch, wie eine Vermögensverwaltung in den vergangenen Jahren gearbeitet hat. Der Vergleich wird dadurch erschwert, dass nicht alle Anbieter ihre Performance offen kommunizieren.

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Anbieter, Produkte, Risiko und Steuern: weitere Vergleichspunkte

Wie auch die Entwicklung in den Nachbarländern der Schweiz zeigt, steht das Vorsorgesystem vor weiteren Anpassungen. Dazu zählt unter anderem eine Heraufsetzung des Rentenalters. Auch die Pensionskassen müssen sich den Herausforderungen stellen. Der Umwandlungssatz bestimmt wesentlich die Höhe der Altersrente: Mit diesem Satz wird das Pensionskassenguthaben zur Berechnung der Rente multipliziert. Viele Pensionskassen sind gezwungen, den Umwandlungssatz herabzusetzen.

Die private Vorsorge wird also zum Schlüssel für ein finanziell sorgenfreies Rentenalter. Damit die Rendite stimmt, ist der Vergleich der Vorsorgeprodukte und Anbieter von entscheidender Bedeutung. Nachstehend grundsätzliche Punkte, auf die Sie beim Vergleich achten sollten.

Bank oder Versicherung: wesentliche Unterschiede

Viele Jahre galten Lebensversicherungen als wesentlicher Baustein einer privaten Altersvorsorge. Der Markt hat sich jedoch gewandelt, und damit hat die Bedeutung der 3a-Versicherungspolicen entsprechend abgenommen.

Die Gründe dafür sind:

  • Versicherungspolicen können aufgrund ihrer Reglementierungen zur Kapitalanlage kaum nennenswerte Renditen für das angelegte Kapital erzielen.
  • Alle Versicherungsleistungen müssen über Beiträge finanziert werden, welche die Rendite zusätzlich belasten.
  • Die Kosten einer Versicherungspolice sind weniger transparent als bei Bankprodukten.
  • Die getrennte Absicherung von Risiken ist meistens günstiger als eine Kombination von Versicherung und Ansparen.

Bankprodukte sind auf die Entwicklung des Vermögens ausgerichtet. Der Fokus liegt also darauf, wie viel Kapital wie sicher zum Renteneintritt zur Verfügung steht.

Welche Produkte passen zu meiner persönlichen Anlagestrategie?

Strategien sind nicht zwingend gut oder schlecht. Sie müssen vielmehr zu den persönlichen Voraussetzungen passen. Die Auswahl der Produkte ist daher entscheidend.

Die wesentlichen Unterschiede der Produkte sind:

  • 3a-Vorsorgekonto als Zinskonto: Es ist die einfachste Lösung mit einem hohen Mass an Sicherheit. Die Erträge sind sehr gering, doch Anleger generieren zumindest Steuerersparnisse. Das Guthaben ist zwar nicht durch die Einlagensicherung abgedeckt, fällt im Konkursfall aber in die zweite Konkursklasse (maximal 100’000 Franken je Vorsorgenehmer). Anleger werden also gleich nach Löhnen und PK-Beiträgen und vor allen anderen Gläubigern bedient. 3a-Sparkonten sind insbesondere für Anleger mit kurzfristigem Anlagehorizont geeignet, um Steuervorteile zu nutzen.
  • 3a-Fonds: Die Fonds bieten Anlegern mit längerem Anlagehorizont höhere Renditechancen und steuerfreie Dividenden.
  • 3a-Anlagestrategien: Damit erhalten Anleger eine Vermögensverwaltung innerhalb der Säule 3a. Das Portfolio kann auch mit direkten Titeln am Aktienmarkt umgesetzt werden. Innovative digitale Vermögensverwaltungen erlauben bereits eine Anlage ab einem Vermögen von 30’000 Franken.
  • 3a-Versicherung: Die Police kombiniert einen Versicherungsschutz, etwa für den Todesfall, mit einer Sparanlage für das Alter. Wie beschrieben, ist die Trennung von Versicherungsschutz und Altersvorsorge heute meist effizienter und hinsichtlich der Kosten transparenter.

Wie passen Risiko und Altersvorsorge zusammen?

Die Anlagemöglichkeiten innerhalb der Säule 3a sind mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Grundsätzlich gilt hier, was auch generell bei allen Anlagestrategien gilt: Mehr Renditechancen bedeuten auch ein erhöhtes Risiko. Dennoch ist die Vermeidung jeglichen Risikos nicht immer zielführend. Vielmehr muss das Anlagerisiko mit dem persönlichen Risikoprofil übereinstimmen. Vermögensverwaltungen bieten dazu strukturierte Verfahren an, die zur passenden Anlagestrategie führen.

Grundsätzlich lässt sich festhalten: Je länger der Anlagehorizont, desto geringer das mit Kursschwankungen verbundene Anlagerisiko und desto besser tendenziell die Rendite. Kurseinbrüche wurden erfahrungsgemäss bei Laufzeiten ab etwa zehn Jahren bei entsprechender Diversifikation in der Regel wieder ausgeglichen. Je näher der Renteneintritt rückt, desto mehr sollte jedoch auf risikoarme Strategien umgeschwenkt werden.

Individuelle Vermögensstrategie

3a-Anlagestrategien wie von Everon ermöglichen eine Abstimmung auf persönliche Wünsche und Bedürfnisse. In diesem Zusammenhang haben beispielsweise nachhaltige Investments (ESG) an Bedeutung gewonnen.

Sitz der Vorsorgegesellschaft

Die Höhe des Steuersatzes wird wesentlich von den Kantonen bestimmt. Daher sollten Ausländer den Sitz der Vorsorgegesellschaft berücksichtigen. Denn wenn sie die Schweiz vor Renteneintritt verlassen, zählt der Steuersatz des Kantons, in dem die Vorsorgegesellschaft ihren Sitz hat.

Investieren

Gibt es Alternativen zur Säule 3a?

Wer sich als Trader an der Börse betätigt, wird mit den Anlagen am Kapitalmarkt innerhalb der Säule 3a nicht viel anfangen können. Dies spricht jedoch nicht gegen die Säule 3a, sondern für eine sinnvolle Aufteilung von Vermögensanlage und Altersvorsorge.

  • Steuervorteile mit Säule 3a nutzen: Steuerersparnisse sind ein wesentlicher Bestandteil der Vorsorge. Diese bei freien Kapitalanlagen fehlenden Steuervorteile müssten dort zunächst erwirtschaftet werden. Zudem wird der in den Lebensphasen unterschiedliche Grenzsteuersatz optimal ausgenutzt. Steuervorteile wirken sich besonders in Zeiten höheren Einkommens aus, also während des Berufslebens. Steuerbelastungen wiederum werden durch einen niedrigen Steuersatz bei niedrigerem Einkommen, wie im Rentenalter, abgemildert.
  • Mit freien Kapitalanlagen erweiterte Renditechancen nutzen: Auch vor dem Renteneintritt gibt es viele erstrebenswerte Ziele. Da die Säule 3a auf einen jährlichen Maximalbetrag beschränkt ist, gilt es, die freie Kapitalanlage zu nutzen, um Kapital für spätere Jahre anzusparen.
  • Beitragslücken nachträglich einkaufen. Mit der revidierten BVV 3, in Kraft seit dem 1. Januar 2025, lassen sich verpasste 3a-Einzahlungen unter bestimmten Voraussetzungen nachträglich einkaufen, zusätzlich zum jährlichen Maximalbetrag. Einkaufsfähig sind nur Beitragslücken ab dem Jahr 2025; vor 2025 entstandene Lücken bleiben ausgeschlossen. Der erste nachträgliche Einkauf ist 2026 möglich (rückwirkend für das Jahr 2025), das rückwirkende Fenster wächst danach Jahr für Jahr auf maximal zehn Jahre an (Quelle: BSV, Stand 2026). Das eröffnet Sparern, die ab 2025 Lücken haben, neue Möglichkeiten der Vorsorgeplanung.

Sind Sparkonten bald wieder für ein langfristiges Investment geeignet?

Die Zinsen auf Sparguthaben sind 2026 tief und liegen nahe oder unter der Teuerung. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass reine Sparkonten nur für kurzfristige oder maximal mittelfristige Laufzeiten zufriedenstellende Renditen erwirtschaftet haben. Solange das Zinsniveau niedrig bleibt, bleibt auch der reale Vermögenszuwachs über das Sparkonto begrenzt. Für den langfristigen Vermögensaufbau gehören Kapitalmarktanlagen daher in jede Säule-3a-Lösung.

Häufige Fragen zum Säule 3a Vergleich

Worauf kommt es beim Säule 3a Vergleich an?

Auf vier Dimensionen: die Anlageform (Sparkonto, 3a-Fonds oder Wertschriftenlösung), die Kosten (Zins, TER, Depot- und Bezugsgebühren), die Flexibilität (Wechsel, Vorbezug, Wegzug) sowie das Verhältnis von Sicherheit und Renditechance. Welche Gewichtung passt, hängt vom Anlagehorizont und vom persönlichen Risikoprofil ab.

Sparkonto oder Wertschriftenlösung in der Säule 3a, was ist besser?

Pauschal ist keine Form besser. Ein 3a-Sparkonto bietet hohe Sicherheit, aber kaum Ertrag: 2026 liegt der durchschnittliche Zins bei rund 0.27 Prozent. Eine Wertschriftenlösung mit Aktienanteil bietet höhere Renditechancen, schwankt aber im Wert. Für kurze Horizonte spricht vieles fürs Konto, für Horizonte über zehn Jahre für Wertschriften.

Wie hoch ist der Maximalbetrag der Säule 3a 2026?

2026 dürfen Erwerbstätige mit Pensionskasse maximal 7’258 Franken einzahlen. Erwerbstätige ohne Pensionskasse, etwa Selbstständige, können bis zu 20 Prozent des Erwerbseinkommens einzahlen, höchstens jedoch 36’288 Franken. Die Beiträge legt das Bundesamt für Sozialversicherungen jährlich fest (Stand 2026).

Lohnt sich das 3a-Sparkonto 2026 noch?

Als kurzfristiger, sicherer Parkplatz für Vorsorgegeld ja, denn der Steuervorteil bleibt unabhängig von der Anlageform bestehen. Als langfristige Anlage ist das Konto schwach: Der durchschnittliche Zins von rund 0.27 Prozent liegt nahe oder unter der Teuerung, sodass real kaum Vermögen aufgebaut wird.

Welche Kosten sollte ich beim Säule 3a Vergleich beachten?

Beim Sparkonto vor allem Bezugs- und Wechselgebühren. Bei Fonds- und Wertschriftenlösungen die laufende Gesamtkostenquote (TER) sowie allfällige Depot-, Ausgabe- und Rücknahmegebühren. Da die Kosten direkt die Nettorendite mindern, ist gerade über lange Laufzeiten ein genauer Vergleich der Gebühren entscheidend.

Florian Rümmelein
Über den Autor

Florian Rümmelein

CEO & Co-Founder bei Everon
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Everon AG ist von der FINMA bewilligter Vermögensverwalter gemäss FINIG. Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge.

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