Actively Managed Certificates (AMCs): Erklärung und Einblicke
Actively Managed Certificates, kurz AMCs, vereinen eine aktiv verwaltete Strategie mit der einfachen Form eines Wertpapiers. Wie sie aufgebaut sind, wie sie sich von Fonds und ETFs unterscheiden und welche Risiken Anleger kennen sollten.
Actively Managed Certificates, kurz AMCs, vereinen eine aktiv verwaltete Anlagestrategie mit der einfachen Form eines einzelnen Wertpapiers. Ein Actively Managed Certificate ist ein strukturiertes Produkt: Ein Portfoliomanager wählt die zugrunde liegenden Vermögenswerte nach festen Regeln aus und passt sie laufend an die Märkte an. Rechtlich ist ein AMC eine Schuldverschreibung des Emittenten, kein geschütztes Fondsvermögen. Daraus ergibt sich der wichtigste Unterschied zu Fonds und ETFs: das Gegenparteirisiko.
AMCs sind auf dem Markt für strukturierte Produkte nicht neu. Durch die Digitalisierung der Emission sind sie heute jedoch einem breiteren Anlegerkreis zugänglich. Auch spezialisierte Anbieter, nicht mehr nur grosse Banken, können aktiv verwaltete Zertifikate auflegen. Innovative Vermögensverwalter eröffnen privaten Anlegern dadurch oft schon mit überschaubaren Anlagebeträgen Zugang zu professionell verwalteten Kapitalanlagen.
Das Wichtigste in Kürze
- AMCs zählen zu den strukturierten Produkten, nicht zu den kollektiven Kapitalanlagen (Quelle: SSPA; BDO; LezziLegal).
- Das Portfolio wird aktiv gemanagt und folgt einer diskretionär verwalteten Strategie.
- Grosse Palette möglicher Basiswerte, von Aktien über Anleihen bis zu alternativen Anlagen.
- Rechtlich ist ein AMC eine Schuldverschreibung des Emittenten, somit kein geschütztes Sondervermögen (Quelle: BDO).
- Daraus folgt ein Gegenparteirisiko: Bei Ausfall des Emittenten droht ein Totalverlust (Quelle: SSPA).
- AMCs unterstehen nicht dem Kollektivanlagengesetz, sondern dem FIDLEG; für den Vertrieb an Privatkunden gilt Art. 70 FIDLEG (Quelle: FIDLEG; LezziLegal).
- Die Digitalisierung hat die Emission standardisiert und AMCs breiteren Anlegerkreisen zugänglich gemacht.

Was ist ein Actively Managed Certificate (AMC)?
Ein Actively Managed Certificate zählt zu den strukturierten Produkten und verfolgt eine aktive Anlagestrategie. Das bedeutet, dass die zugrunde liegenden Vermögenswerte laufend dem Marktgeschehen angepasst werden. Bei passiven Anlagestrategien bleibt die einmal gewählte Zusammenstellung dagegen unverändert. Eine festgelegte Aktienquote von 70 Prozent wird dann unabhängig vom Börsengeschehen beibehalten, es findet also kein aktives Management statt.
Anleger investieren über ein AMC in eine breite Palette an Vermögenswerten, zum Beispiel:
- Aktien
- Anleihen
- Rohstoffe
- Immobilien
- digitale Währungen
- Sammlerobjekte
Die Wertentwicklung folgt den zugrunde liegenden Vermögenswerten. Ein Investmentmanager wählt diese nach festgelegten Regeln aus und passt sie dynamisch an die Marktentwicklung an.
Je nach Ausrichtung und Anlagestrategie werden aktiv verwaltete Zertifikate auch unter folgenden Bezeichnungen angeboten:
- Exchange Traded Note (ETN)
- Dynamic Equity Notes
- Exchange Traded Instruments
- Strategy Notes
- Strategy Index Certificates
- Actively Managed Trackers
Schuldverschreibungen, börsengehandelt oder ausserbörslich
Emittenten aktiv verwalteter Zertifikate sind neben Banken auch Wertpapierhäuser sowie eigens errichtete Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicles, kurz SPVs). Die Herausgeber geben die Zertifikate als eigene Schuldverschreibungen aus. Dies kann bilanzwirksam oder ausserbilanziell erfolgen.
Da die Zertifikate eine ISIN erhalten, sind sie übertragbare Wertpapiere und lassen sich bei verschiedenen Banken in den Kundendepots verwahren. Ein Teil der AMCs wird an der Börse gehandelt, ein anderer Teil privat platziert.
Lesetipp: Gebühren beim Investieren
Wie funktioniert ein AMC? Der Emissionsprozess Schritt für Schritt
Um die Funktionsweise eines AMC zu verstehen, hilft ein Blick auf die einzelnen Schritte in chronologischer Reihenfolge:
- Initialisierung: Der Emittent legt mit dem Vermögensverwalter die Basiswerte fest, aus denen sich das AMC zusammensetzen soll.
- Leitfaden: Der Herausgeber erstellt einen Leitfaden, nach dem das Zertifikat gemanagt wird.
- Pricing: Abhängig von Volumen und Strategie wird das Pricing samt Managementgebühr festgelegt.
- ISIN und Dokumentation: Es werden eine Wertpapierkennnummer und, je nach Vertrieb, das nach FIDLEG nötige Basisinformationsblatt oder ein Prospekt erstellt. Danach sind die Schuldtitel anerkannt und übertragbar.
- Aktives Management: Gemäss der festgelegten Strategie überwacht ein Portfoliomanager das Portfolio und richtet es nach der Entwicklung der Finanzmärkte neu aus.
- Liquidität: AMCs werden entweder an der Börse gehandelt oder an den Emittenten zurückgegeben.
- Erträge: Je nach Erträgen der Basiswerte und den getroffenen Vereinbarungen fliessen laufende Ausschüttungen.
Lesetipp: Aktiv verwaltete Zertifikate (AMCs): Arten und Abgrenzung

Wie unterscheidet sich ein AMC von einem Fonds oder ETF?
Die Abgrenzung zwischen AMC, Fonds und ETF entscheidet über Schutz, Flexibilität und Risiko. Auf den ersten Blick wirken alle drei ähnlich, weil sie ein Portfolio bündeln. Rechtlich und in der Wirkung für Anleger unterscheiden sie sich jedoch deutlich.
- Rechtsform: Ein Fonds und ein klassischer ETF sind kollektive Kapitalanlagen mit geschütztem Sondervermögen. Ein AMC ist eine Schuldverschreibung des Emittenten und untersteht nicht dem Kollektivanlagengesetz.
- Gegenparteirisiko: Bei Fonds und ETFs bleibt das Vermögen bei einer Insolvenz des Anbieters geschützt. Beim AMC tragen Anleger das Ausfallrisiko des Emittenten.
- Verwaltung: Ein klassischer ETF bildet passiv einen Index nach. Ein AMC wird aktiv verwaltet, ähnlich einem aktiven Fonds, jedoch in der einfacheren Form eines Wertpapiers.
- Flexibilität und Aufsetzungszeit: Ein AMC lässt sich in der Regel schneller auflegen und flexibler umschichten als ein Fonds, dessen Auflegung einen längeren regulatorischen Prozess durchläuft.
Ein AMC liegt damit konzeptionell zwischen einem aktiven Fonds und einer Anleihe: Es bildet wie ein ETF einen Korb von Werten ab, erlaubt wie ein aktiver Fonds das laufende Umschichten und trägt wie eine Anleihe das Bonitätsrisiko des Herausgebers.
Welche Vorteile bieten AMCs?
Insbesondere im Vergleich zu klassischen Investmentfonds bieten Actively Managed Certificates folgende Vorteile:
- Flexibilität: Aktive Zertifikate lassen sich bei Bedarf rasch anpassen oder umstrukturieren.
- Breite Palette von Kapitalanlagen: Der Anlagehorizont reicht über klassische Anlagen hinaus, bis zu alternativen oder nicht bankfähigen Anlagen wie Kunstobjekten.
- Aktives Anlagemanagement: In herausfordernden Marktphasen kann ein professionelles, aktives Management seine Stärken ausspielen.
- Kosteneffizienz: Da Emission und Verwaltung eines AMC heute vergleichsweise günstig zu realisieren sind, erhalten breitere Anlegerkreise Zugang zu professionell verwalteten Strategien zu überschaubaren Kosten.
Erweiterung des Anlagehorizonts in alternative Vermögenswerte
AMCs erlauben Banken und anderen Emittenten eine hohe Flexibilität bei der Auswahl der Basiswerte. Sie gehen damit deutlich über die Nachbildung von Fonds oder Indizes hinaus.
Neben Aktien und Anleihen lassen sich auch alternative Anlagen wie Immobilien, Kunstobjekte oder Kryptowährungen aufnehmen. Dadurch lassen sich Anlageziele sehr spezifisch abbilden, und sich bietende Marktchancen können zügig genutzt werden.
Lesetipp: Private Equity: Eine gute Anlage für Privatanleger?
Welche Risiken und Regeln gelten? Die Abgrenzung zu Fonds
Vermögensverwalter mit einer konkreten Investitionsidee warten nicht auf den langwierigen Prozess einer Fondsauflegung, sondern legen für ihre Anleger ein AMC auf. Dabei stellt sich die Abgrenzungsfrage zwischen strukturiertem Produkt und kollektiver Kapitalanlage.
Wichtig: Ein Actively Managed Certificate ist keine kollektive Kapitalanlage nach dem Kollektivanlagengesetz.
Im Gegensatz zum Fonds steht kein separates Haftungssubstrat zur Verfügung. Das Kapital ist aus Sicht des Emittenten Fremdkapital, es gibt also kein besonders geschütztes Fondsvermögen. Rechtlich ist ein AMC eine Schuldverschreibung des Emittenten. Anleger sollten deshalb die Bonität und Vertrauenswürdigkeit des Emittenten besonders prüfen. Wird das Zertifikat über eine Zweckgesellschaft mit besichertem Vermögen ausgegeben, lässt sich das Gegenparteirisiko verringern.
Nach den Richtlinien der Schweizer Börse SIX und der Schweizerischen Bankiervereinigung beziehen sich AMCs auf einen diskretionär verwalteten Korb. Diskretionär bedeutet, dass der Portfoliomanager die Anlageentscheidungen aufgrund seiner Fachkenntnis und Erfahrung trifft. Möglich ist auch ein indirekter Bezug, bei dem sich der Basiswert auf einen Index bezieht.
Lesetipp: AMC-Regeln und -Vorschriften: Was Investoren wissen müssen
Regulierung: FIDLEG statt Kollektivanlagengesetz
Da AMCs keine kollektiven Kapitalanlagen sind, unterstehen sie nicht der produktbezogenen Aufsicht der FINMA (Eidgenössische Finanzmarktaufsicht) wie ein Fonds. Massgebend sind stattdessen das Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und seine Verordnung. Je nach Vertrieb verlangen sie ein Basisinformationsblatt oder einen Prospekt. Für den Vertrieb an Privatkunden ist nach Art. 70 FIDLEG ein beaufsichtigter Emittent oder Garant erforderlich, bei Zweckgesellschaften über eine Sicherheit oder Garantie (Quelle: FIDLEG; LezziLegal).
Wer AMCs als Vermögensverwalter einsetzt, untersteht zudem als Finanzinstitut der Aufsicht. Die FINMA stuft den Einsatz eigener Finanzinstrumente seit 2021 als erhöhtes Risiko ein und verlangt, dass Risikomanagement und Kontrolle unabhängig von den ertragsorientierten Tätigkeiten organisiert sind. Auch an die Kostentransparenz strukturierter Produkte stellt die Aufsicht hohe Ansprüche. Bei den geldwäschereirechtlichen Pflichten ist der Emittent als Vertragspartei zu identifizieren (Quelle: BDO; FINMA, 2021).
Lesetipp: Kosten und steuerliche Behandlung aktiv verwalteter Zertifikate

AMCs: Technologie und Zugänglichkeit treffen auf steigende Nachfrage
Aktiv verwaltete Zertifikate sind in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenderen Instrument für Anleger geworden, die ihr Portfolio diversifizieren möchten. Mit der Weiterentwicklung der Technologie und der zunehmenden Zugänglichkeit treffen sie auf eine steigende Nachfrage.
Spezialisierte Anbieter haben Emission und Verwaltung digitalisiert. Das ermöglicht den Emittenten einen standardisierten Ablauf mit höherer Effizienz, tieferen Betriebskosten und schnelleren Prozessen. Damit wird das Angebot für Anbieter skalierbar.
Diese Entwicklung hat die Zugänglichkeit von AMCs verändert. Über digitale Anwendungen greifen Anleger heute auf aktuelle Informationen zu ihren Investments zu, führen Transaktionen aus und verwalten ihre AMC-Portfolios flexibel.
Anlagethemen folgen wirtschaftlichen Veränderungen
Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen, wie bei anderen strukturierten Produkten, zu Anpassungen der Portfolios. Bei AMCs lassen sich diese Neuausrichtungen schneller und flexibler umsetzen.
Aktuell stehen unter anderem folgende Anlagethemen im Fokus:
- Technologie und Innovation: Dazu zählen Bereiche wie künstliche Intelligenz, Cloud-Computing oder Finanztechnologie. Die laufende Entwicklung neuer Technologien und ihr Einfluss auf ganze Branchen machen das Thema attraktiv.
- Nachhaltige und ESG-orientierte Investitionen: Mit dem wachsenden Bewusstsein für Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) steigt die Nachfrage nach AMCs, die auf nachhaltige Unternehmen oder Branchen setzen.
- Gesundheitswesen und Biotechnologie: Der Gesundheitssektor bleibt ein Schlüsselthema, besonders die Biotechnologie. AMCs, die in Unternehmen mit innovativen Lösungen investieren, können von neuen Medikamenten, Therapieansätzen und medizinischen Technologien profitieren.
- Alternative Energien und Klimaschutz: Mit dem wachsenden Druck zu umweltfreundlichen Praktiken gewinnen AMCs an Bedeutung, die in erneuerbare Energien und Klimaschutz investieren, etwa Solar- und Windenergie, Elektromobilität und nachhaltige Infrastruktur.

Für wen eignen sich Actively Managed Certificates (AMCs)?
Ob ein AMC passt, hängt stark von den individuellen Finanzzielen, der Risikofähigkeit und der persönlichen Anlagestrategie ab. Anleger sollten ihre Anforderungen sorgfältig prüfen, um sicherzustellen, dass ein AMC zu ihrer finanziellen Situation passt.
- Anleger mit klarer Strategieidee: Ein AMC bündelt eine aktiv verwaltete Strategie in einem einzelnen Wertpapier. Das aktive Management durch erfahrene Spezialisten erlaubt es, Marktchancen zu nutzen, bei bewusst getragenem Gegenparteirisiko.
- Anleger mit spezifischen Anlagepräferenzen: AMCs decken eine breite Palette von Anlageklassen und Themen ab, etwa Technologie, erneuerbare Energien, Gesundheitswesen, ESG oder alternative Anlagen.
- Anleger, die Risiken aktiv steuern möchten: Die aktive Verwaltung erlaubt es, auf Marktschwankungen zu reagieren. Das macht AMCs interessant für Anleger, die eine aktivere Risikosteuerung in ihrem Portfolio wünschen.
- Anleger, die nach Diversifikation streben: Durch die Möglichkeit, in verschiedene Anlageklassen und Themen zu investieren, bieten AMCs eine breite Streuung. Das ist für Anleger attraktiv, die ihr Portfolio breiter aufstellen möchten.
Bei jeder Anlageentscheidung sollten Anleger das im Vergleich zu Investmentfonds bestehende Gegenparteirisiko berücksichtigen.
Lesetipp: Steuern sparen in der Schweiz: Investitionen optimal gestalten
Häufige Fragen zu AMCs
Was ist ein Actively Managed Certificate (AMC)? Ein Actively Managed Certificate ist ein strukturiertes Produkt, das eine aktiv verwaltete Anlagestrategie in der Form eines einzelnen Wertpapiers abbildet. Ein Portfoliomanager wählt die zugrunde liegenden Vermögenswerte nach festgelegten Regeln aus und passt sie laufend an die Marktentwicklung an. Rechtlich ist ein AMC eine Schuldverschreibung des Emittenten, kein Fondsvermögen.
Wie unterscheidet sich ein AMC von einem Fonds oder ETF? Ein Fonds ist eine kollektive Kapitalanlage mit geschütztem Sondervermögen. Ein AMC ist dagegen eine Schuldverschreibung des Emittenten und untersteht nicht dem Kollektivanlagengesetz. Daraus folgt der zentrale Unterschied: Beim AMC tragen Anleger ein Gegenparteirisiko gegenüber dem Emittenten, beim Fonds bleibt das Vermögen bei dessen Ausfall geschützt. Dafür lässt sich ein AMC meist schneller auflegen und flexibler umschichten als ein Fonds.
Welche Risiken bestehen bei AMCs? Das wichtigste Risiko ist das Gegenparteirisiko: Wird der Emittent zahlungsunfähig, droht ein Totalverlust, weil das Kapital aus seiner Sicht Fremdkapital ist und kein geschütztes Sondervermögen existiert. Hinzu kommen das Marktrisiko der zugrunde liegenden Vermögenswerte und mögliche Liquiditätsengpässe, vor allem bei nicht börsengehandelten AMCs. Eine Absicherung über eine Zweckgesellschaft mit besichertem Vermögen kann das Gegenparteirisiko verringern.
Unterstehen AMCs der Aufsicht der FINMA? AMCs sind keine kollektiven Kapitalanlagen und unterstehen deshalb nicht der produktbezogenen FINMA-Aufsicht wie ein Fonds. Massgebend sind das Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und seine Verordnung, die je nach Vertrieb ein Basisinformationsblatt oder einen Prospekt verlangen. Für den Vertrieb an Privatkunden ist nach Art. 70 FIDLEG ein beaufsichtigter Emittent oder Garant erforderlich. Wer AMCs einsetzt, untersteht zudem als Vermögensverwalter der Aufsicht.
Für wen eignen sich AMCs? AMCs eignen sich für Anleger, die eine aktiv verwaltete Strategie in einem einzelnen Wertpapier bündeln und dabei ein Gegenparteirisiko bewusst tragen möchten. Sie kommen für spezifische Anlagethemen, alternative Anlagen oder eine breitere Diversifikation infrage. Ob ein AMC zur persönlichen Situation passt, hängt von den individuellen Anlagezielen und der Risikofähigkeit ab und sollte sorgfältig geprüft werden.
Fazit
Actively Managed Certificates verbinden eine aktiv verwaltete Strategie mit der einfachen Form eines Wertpapiers. Im Vergleich zu Investmentfonds ermöglichen sie eine flexiblere und kostengünstigere Zusammenstellung von Portfolios, und bei den Basiswerten steht eine breite Palette bis hin zu alternativen Anlagen zur Verfügung. Das Portfolio wird aktiv gemanagt und passt sich laufend an die Marktentwicklung an.
Durch die Digitalisierung sind AMCs heute einem breiteren Anlegerkreis zugänglich geworden. Sie kommen für Anleger infrage, die eine klare Strategieidee bündeln, spezifische Anlagepräferenzen abbilden, Risiken aktiv steuern oder breiter diversifizieren möchten.
Entscheidend ist das Verständnis der Rechtsnatur: Ein AMC ist eine Schuldverschreibung des Emittenten, weshalb ein Gegenparteirisiko besteht und die Bonität des Emittenten zentral ist. Je nach Strategie und Volumen kann zudem die Liquidität eingeschränkt sein, besonders bei nicht börsengehandelten AMCs. Wer diese Punkte kennt und einordnet, kann ein AMC als flexibles Instrument im Portfolio sachgerecht einsetzen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Everon AG ist von der FINMA bewilligter Vermögensverwalter gemäss FINIG. Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge.