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Die Vorteile von AMCs für Investoren

Blog
von Francesco Piovesan
Einzelnes Segelboot auf schimmerndem Wasser vor einer Bergkulisse

Aktiv verwaltete Zertifikate (AMCs) bündeln viele Anlageklassen in einem einzigen, handelbaren Zertifikat. Wir zeigen die konkreten Vorteile für Investoren, vom niedrigen Einstieg bis zur Liquidität, und ordnen das Emittentenrisiko sachlich ein.

Aktiv verwaltete Zertifikate (AMCs) haben in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Grund liegt in einer Kombination aus wachsendem Angebot der Vermögensverwalter und einer Reihe konkreter Vorteile für Investoren. Dieser Beitrag konzentriert sich auf genau diese Vorteile und ordnet sie sachlich ein, inklusive des Risikos, das jeder Investor kennen sollte.

Ein Actively Managed Certificate (AMC) ist ein strukturiertes Produkt, dessen zugrundeliegendes Portfolio während der Laufzeit aktiv nach einer festgelegten Anlagestrategie verwaltet wird. Es bündelt verschiedene Anlageklassen in einem einzigen Zertifikat, das über eine ISIN handelbar ist. Rechtlich handelt es sich um eine Schuldverschreibung: Investoren halten eine Forderung gegen die Emittentin, keinen Anteil an einem separaten Fondsvermögen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Zertifikat, viele Anlageklassen: Ein AMC bündelt Aktien, Obligationen, Rohstoffe oder Private Markets in einem einzigen, handelbaren Instrument.
  • Niedriger Einstieg: AMCs eröffnen den Zugang zu Basiswerten, die sonst oft institutionellen Investoren vorbehalten sind, bereits mit vergleichsweise geringen Beträgen.
  • Liquide und transparent: Über die ISIN ist ein AMC börsentäglich bewertbar und über den Sekundärmarkt handelbar.
  • Schnell umsetzbar: Everon setzt ein massgeschneidertes AMC in der Regel innerhalb von rund drei Wochen auf.
  • Emittentenrisiko beachten: Ein AMC ist rechtlich eine Schuldverschreibung. Bei Ausfall der Emittentin droht ein Teil- bis Totalverlust; eine Pfandbesicherung (COSI) kann das Emittentenrisiko reduzieren.

Lesetipp: Aktiv verwaltete Zertifikate (AMCs): Arten und Abgrenzung

Welche Vorteile bieten AMCs für Investoren?

AMCs verbinden die Flexibilität strukturierter Produkte mit einer aktiv verwalteten Anlagestrategie. Für Investoren bedeutet das vier greifbare Vorteile: Zugang zu breiten Anlageklassen mit geringem Einstiegsbetrag, Diversifikation über ein einzelnes Instrument, Liquidität über den Sekundärmarkt und eine effiziente, laufende Anpassung des Portfolios durch den Vermögensverwalter.

Diese Vorteile machen AMCs zu einem vielseitigen Baustein, sowohl für den Zugang zu spezialisierten Strategien als auch für die Umsetzung einer breit gestreuten Anlage in einer einzigen Position. Im Folgenden ordnen wir jeden Vorteil einzeln ein.

Warum ermöglichen AMCs einen niedrigen Einstieg?

AMCs eröffnen Zugang zu einer breiten Palette von Basiswerten mit vergleichsweise geringen Investitionsbeträgen. Dazu zählen auch Anlageklassen wie Private Markets oder spezialisierte Fondsstrategien, die einzeln oft hohe Mindestsummen verlangen. Über das Zertifikat wird diese Hürde gesenkt, sodass die Strategie auch für kleinere Anlagevolumen zugänglich wird.

Der Zugang ersetzt keine individuelle Prüfung: Ob eine Strategie zum eigenen Profil passt, hängt von Anlagezielen, Risikofähigkeit und Zeithorizont ab. AMCs senken die Einstiegshürde, nicht die Sorgfaltspflicht bei der Auswahl.

Wie sorgen AMCs für Diversifikation und Flexibilität?

Ein AMC ermöglicht die Zusammenstellung eines breiten Vermögenskorbs in einem einzigen Zertifikat. Investoren profitieren so von Diversifikation über verschiedene Anlageklassen hinweg und reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Werten. Die Zusammensetzung lässt sich innerhalb der definierten Strategie anpassen, was zusätzliche Flexibilität schafft.

Diese Flexibilität zeigt sich auch operativ. Ein massgeschneidertes AMC lässt sich bei Everon in der Regel innerhalb von rund drei Wochen aufsetzen. Damit lässt sich eine Anlageidee vergleichsweise rasch in ein handelbares Instrument überführen, ohne den Aufwand einer eigenen Fondsauflage.

Wie liquide und transparent sind AMCs?

Auch wenn einzelne Basiswerte langfristig ausgerichtet oder illiquide sein können, ist ein AMC in der Regel liquide: Es lässt sich über den Sekundärmarkt handeln. Über die ISIN ist die Anlage börsentäglich bewertbar, und Investoren können die Entwicklung ihres Zertifikats laufend nachvollziehen. Die tatsächliche Handelbarkeit hängt von Marktsituation und Produktstruktur ab.

Die Transparenz betrifft auch die Kosten. Die Handelskosten und Gebühren eines AMC sind in der Regel klar definiert, was Investoren die Planung und den Vergleich der Gesamtkosten erleichtert.

Wie schnell lässt sich ein AMC anpassen?

Die Struktur eines AMC erlaubt eine effiziente Umschichtung der zugrundeliegenden Werte. Der Vermögensverwalter kann innerhalb der festgelegten Strategie auf Marktveränderungen reagieren und das Portfolio anpassen, ohne dass der Investor selbst aktiv werden muss. Für den Investor bleibt die Position dabei dasselbe, unverändert handelbare Zertifikat.

Diese laufende Bewirtschaftung ist der Kernunterschied zu einem statischen Basket-Zertifikat. Beim AMC steht die aktive Verwaltung im Vordergrund, während der Investor die administrative Umsetzung an den Vermögensverwalter delegiert.

Welches Risiko müssen Investoren bei AMCs beachten?

Der zentrale Punkt ist das Emittentenrisiko. Ein AMC ist rechtlich eine Schuldverschreibung, also eine Forderung gegen die Emittentin, und kein Anteil an einem separaten Fondsvermögen. Fällt die Emittentin aus, droht ein Teil- bis Totalverlust, unabhängig davon, wie sich das verwaltete Portfolio entwickelt hat. Dieser Punkt gehört zu jeder Vorteilsbetrachtung dazu.

In der Schweiz bestehen teilweise Besicherungsmöglichkeiten über Pfandrechte, sogenannte COSI-Zertifikate. Eine solche Pfandbesicherung kann das Emittentenrisiko reduzieren; Voraussetzungen und Reichweite richten sich nach den Empfehlungen der Swiss Structured Products Association (SSPA) sowie nach der Dokumentation der jeweiligen Emittentin. Die Qualität und Bonität der Emittentin bleibt damit ein zentrales Auswahlkriterium. Dies stellt keine Anlageberatung dar.

Lesetipp: Kosten und steuerliche Behandlung aktiv verwalteter Zertifikate

Häufige Fragen zu den Vorteilen von AMCs

Was ist der grösste Vorteil eines AMC für Investoren?

Der grösste Vorteil ist die Bündelung: Ein AMC fasst viele Anlageklassen, von Aktien über Obligationen bis zu Private Markets, in einem einzigen, über eine ISIN handelbaren Zertifikat zusammen. Investoren erhalten so mit einem Instrument Zugang zu einer aktiv verwalteten, breit diversifizierten Strategie, die sich laufend anpassen lässt, ohne dass sie selbst umschichten müssen.

Sind AMCs auch für kleinere Anlagebeträge geeignet?

AMCs ermöglichen den Zugang zu einer breiten Palette von Basiswerten mit vergleichsweise geringen Beträgen, teils auch zu Anlageklassen wie Private Markets, die sonst institutionellen Investoren vorbehalten sind. Ob ein AMC im Einzelfall passt, hängt von Anlagezielen, Zeithorizont und Kostenstruktur ab. Dies stellt keine Anlageberatung dar.

Wie liquide ist ein AMC?

Ein AMC lässt sich über den Sekundärmarkt handeln und ist über seine ISIN börsentäglich bewertbar. Dadurch ist die Anlage in der Regel liquide, auch wenn einzelne zugrundeliegende Werte langfristig ausgerichtet sind. Die tatsächliche Handelbarkeit hängt von der Marktsituation und der jeweiligen Produktstruktur ab.

Welches Risiko müssen Investoren bei einem AMC beachten?

Das zentrale Risiko ist das Emittentenrisiko. Ein AMC ist rechtlich eine Schuldverschreibung, also eine Forderung gegen die Emittentin, kein Anteil an einem separaten Fondsvermögen. Fällt die Emittentin aus, droht ein Teil- bis Totalverlust, unabhängig von der Wertentwicklung des Portfolios. Eine Pfandbesicherung (COSI) kann dieses Emittentenrisiko reduzieren. Dies stellt keine Anlageberatung dar.

Sind Sie Finanzintermediär und möchten ein AMC aufsetzen? Sprechen Sie mit uns.

Francesco Piovesan
Über den Autor

Francesco Piovesan

Chief Commercial Officer bei Everon
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Everon AG ist von der FINMA bewilligter Vermögensverwalter gemäss FINIG. Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge.

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