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Symmetrische geometrische Architekturstruktur

Ratgeber

AMC & Structuring

Im Anlagekontext bezeichnet Structuring die Disziplin, eine Anlagestrategie oder ein gewünschtes Auszahlungsprofil in ein investierbares, handelbares Vehikel zu überführen, etwa ein strukturiertes Produkt, ein dediziertes Fondsvehikel oder eine Verbriefungslösung. Das Actively Managed Certificate (AMC) ist eine verbreitete Ausprägung für aktiv verwaltete Strategien. Von der Produktstrukturierung zu unterscheiden ist die Vermögens- und Nachfolgestrukturierung mit Trusts und Stiftungen.

Das Wichtigste in Kürze

01

Structuring ist der Oberbegriff: Eine Anlagestrategie wird in ein handelbares Vehikel überführt. Das AMC ist eine von mehreren möglichen Hüllen.

02

Ein AMC ist ein strukturiertes Produkt, dessen Basiswert während der Laufzeit diskretionär nach einer festgelegten Anlagestrategie verwaltet wird.

03

Rechtlich ist ein AMC eine Schuldverschreibung der Emittentin: Anlegerinnen und Anleger haben ein Forderungsrecht gegen die Emittentin, keinen Anteil am Basiswert, und tragen damit das Emittentenrisiko.

04

Ein AMC ist keine kollektive Kapitalanlage nach KAG. Die Abgrenzung folgt dem Grundsatz «form over substance»; in Grenzfällen klärt ein FINMA-No-Action-Letter die Einordnung.

05

Strukturierte Produkte unterstehen dem FIDLEG: Verhaltenspflichten und, beim Angebot an Privatkunden, ein Basisinformationsblatt. An Privatkunden dürfen sie nur von beaufsichtigten Instituten ausgegeben, garantiert oder gleichwertig gesichert werden.

Quellen: SSPA-AMC-Empfehlungen · FIDLEG · FINMA · KAG

Häufige Fragen zu AMC & Structuring

Structuring ist die Disziplin, eine Anlagestrategie in ein handelbares Vehikel zu überführen. Das AMC ist eine konkrete Ausprägung davon. Daneben kommen je nach Fall ein dediziertes Fondsvehikel oder eine Verbriefungslösung infrage. Welche Hülle passt, hängt von Strategie, Volumen, Kostenrahmen und Anlegerkreis ab.
Ein AMC bildet einen Index ab, dessen Zusammensetzung während der Laufzeit diskretionär nach einer festgelegten Anlagestrategie verwaltet wird. Die Emittentin setzt die Strategie synthetisch um; ein AMC Advisor kann den Basiswert im Rahmen der Strategie zusammensetzen und umschichten. Anlegerinnen und Anleger partizipieren über das Zertifikat an der Wertentwicklung dieses Basiswerts.
Bei einem Fonds, einer kollektiven Kapitalanlage, halten Anlegerinnen und Anleger einen Anteil am Kollektivvermögen. Bei einem AMC besteht dagegen ein Forderungsrecht gegen die Emittentin, verbunden mit dem Emittentenrisiko; im Konkurs ist das Vermögen grundsätzlich nicht abgesondert, in der Schweiz teils über Pfandrechte besichert. Welche Lösung passt, hängt von Strategie, Anlegerkreis und regulatorischer Einordnung ab.
Strukturierte Produkte wie AMC dürfen Privatkunden nur angeboten werden, wenn sie von einem beaufsichtigten Institut ausgegeben, garantiert oder gleichwertig gesichert sind, etwa von einer Bank oder einem Wertpapierhaus, oder über eine entsprechend gesicherte Zweckgesellschaft. Beim Angebot an Privatkunden ist zudem ein Basisinformationsblatt zu erstellen. Dies stellt keine Anlageberatung dar.
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