

Ratgeber
AMC & Structuring
Im Anlagekontext bezeichnet Structuring die Disziplin, eine Anlagestrategie oder ein gewünschtes Auszahlungsprofil in ein investierbares, handelbares Vehikel zu überführen, etwa ein strukturiertes Produkt, ein dediziertes Fondsvehikel oder eine Verbriefungslösung. Das Actively Managed Certificate (AMC) ist eine verbreitete Ausprägung für aktiv verwaltete Strategien. Von der Produktstrukturierung zu unterscheiden ist die Vermögens- und Nachfolgestrukturierung mit Trusts und Stiftungen.
Das Wichtigste in Kürze
Structuring ist der Oberbegriff: Eine Anlagestrategie wird in ein handelbares Vehikel überführt. Das AMC ist eine von mehreren möglichen Hüllen.
Ein AMC ist ein strukturiertes Produkt, dessen Basiswert während der Laufzeit diskretionär nach einer festgelegten Anlagestrategie verwaltet wird.
Rechtlich ist ein AMC eine Schuldverschreibung der Emittentin: Anlegerinnen und Anleger haben ein Forderungsrecht gegen die Emittentin, keinen Anteil am Basiswert, und tragen damit das Emittentenrisiko.
Ein AMC ist keine kollektive Kapitalanlage nach KAG. Die Abgrenzung folgt dem Grundsatz «form over substance»; in Grenzfällen klärt ein FINMA-No-Action-Letter die Einordnung.
Strukturierte Produkte unterstehen dem FIDLEG: Verhaltenspflichten und, beim Angebot an Privatkunden, ein Basisinformationsblatt. An Privatkunden dürfen sie nur von beaufsichtigten Instituten ausgegeben, garantiert oder gleichwertig gesichert werden.
Quellen: SSPA-AMC-Empfehlungen · FIDLEG · FINMA · KAG
Häufige Fragen zu AMC & Structuring
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