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Private Debt: Alternative Firmenfinanzierung und wachsende Anlageklasse

Blog
von Jonas Bächinger
Besprechungsraum mit Panoramafenstern hoch über einer Stadt, Konferenztisch und Stühle.

Unternehmen sind ständig auf der Suche nach effizienten Finanzierungsmöglichkeiten, um ihren Wachstumskurs beizubehalten. Dabei stossen sie oft auf Herausforderungen bei traditionellen Finanzierungsquellen.

Private Debt bezeichnet die Vergabe von Fremdkapital an Unternehmen durch private Geldgeber wie Fonds oder institutionelle Investoren, ausserhalb der öffentlichen Kapitalmärkte. Als eigenständige Anlageklasse bietet Private Debt sowohl Unternehmen alternative Finanzierungsquellen als auch Investoren Zugang zu einem Segment, das lange institutionellen Anlegern vorbehalten war. Da sich dieser Kreditmarkt zunehmend öffnet, setzen sich auch vermögende Privatanleger mit Private Debt als Beimischung zum Portfolio auseinander.

Das Wichtigste in Kürze

  • Private Debt ist eine wachsende Anlageklasse ausserhalb der öffentlichen Kapitalmärkte.
  • Private Debt kann ein Portfolio breiter streuen. Dafür ist das Kapital meist über mehrere Jahre gebunden, und Kreditausfälle sind möglich.
  • Der Private-Debt-Markt wuchs in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 13,5 Prozent jährlich (Quelle: Preqin, zitiert nach McKinsey Global Private Markets Report 2024).
  • Eine Studie der Hochschule Luzern (2019) schätzte das Schweizer Marktvolumen auf rund drei Milliarden Franken.

Was ist Private Debt? Definition und Erklärung

Private Debt bezeichnet Kredite, die Unternehmen ausserhalb der Börse und meist ausserhalb des Bankensystems erhalten, etwa von Private-Debt-Fonds, Versicherungen oder Pensionskassen. Bei der klassischen Fremdfinanzierung geben Unternehmen dagegen Anleihen am Kapitalmarkt aus oder nehmen einen Bankkredit auf. Private Debt hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und wird von institutionellen Anlegern und zunehmend auch von vermögenden Privatanlegern genutzt.

Im Vergleich zu traditionellen Bankkrediten bietet Private Debt oft flexiblere Bedingungen und massgeschneiderte Kreditvereinbarungen. Das nutzen Unternehmen, die von einer Bank keinen oder keinen ausreichenden Kredit erhalten oder rascher und flexibler finanziert sein wollen.

Investoren können mit Private Debt ihr Portfolio diversifizieren.

Abgrenzung zu anderen Finanzinstrumenten

Die wichtigsten Unterschiede anhand gängiger Anlageprodukte:

  • Öffentliche Obligationen: Im Gegensatz zu öffentlichen Obligationen, die von Unternehmen oder staatlichen Institutionen an öffentlichen Märkten ausgegeben werden, handelt es sich bei Private Debt um nicht öffentlich gehandelte Forderungen. Die Kreditgeber, meist Fonds, vergeben Kredite direkt an Unternehmen und erhalten dafür vertraglich vereinbarte Zinsen, bei Mezzanine teils auch eine Gewinnbeteiligung.
  • Aktien: Private Debt steht im Gegensatz zu Aktien, die Eigentumsanteile an einem Unternehmen repräsentieren. Während Aktieninhaber von Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen profitieren, erhalten die Kreditgeber vertraglich vereinbarte feste oder variable Zinszahlungen und normalerweise keine Unternehmensanteile.
  • Private Equity: Private Debt unterscheidet sich auch von Private Equity, bei dem Investoren Eigenkapital in Unternehmen investieren. Private-Debt-Fonds stellen hingegen Fremdkapitalfinanzierungen bereit und sind Gläubiger des Unternehmens. Sie haben Vorrang vor den Eigenkapitalgebern im Falle einer Insolvenz oder Restrukturierung.

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Wie hat sich der Private-Debt-Markt global entwickelt?

In den letzten zehn Jahren ist der Private-Debt-Markt stark gewachsen. Private Debt verschafft wachsenden Unternehmen Finanzierung und Investoren einen möglichen Zinsaufschlag gegenüber öffentlichen Schuldtiteln, im Gegenzug für Kredit- und Illiquiditätsrisiko. Ursprünglich galt Private Debt als Unterkategorie von Private Equity, weil es häufig Leveraged Buyouts, also fremdfinanzierte Unternehmensübernahmen, mitfinanziert. Inzwischen wird es meist als eigenständige Anlageklasse geführt.

Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre wuchs der Private-Debt-Markt jährlich um 13,5 Prozent (Quelle: Preqin, zitiert nach McKinsey Global Private Markets Report 2024). Im Vergleich dazu betrug das Wachstum von Private Equity und Venture Capital im gleichen Zeitraum jährlich 11,5 Prozent und von Immobilien 9,1 Prozent.

Private Debt: Marktgrösse in der Schweiz

Für die Schweiz gibt es kaum verlässliche Zahlen, weil der Markt nicht öffentlich ist und Statistiken meist auf Schätzungen beruhen. Die Hochschule Luzern hat die Unternehmensfinanzierung mit Private Debt 2019 in einer Studie untersucht und das Schweizer Marktvolumen auf rund drei Milliarden Franken geschätzt. Eine neuere öffentlich verfügbare Schätzung ist uns nicht bekannt.

Wie öffnet sich Private Debt für Privatanleger?

Lange Jahre war Private Debt nahezu ausschliesslich institutionellen Investoren vorbehalten. In den vergangenen Jahren hat sich der private Markt für Firmenkredite zunehmend einem breiteren Anlegerkreis geöffnet. Manche von ihnen setzen Private Debt als Beimischung neben Aktien und Anleihen ein.

Für Privatanleger führt der Weg in diese Anlageklasse meist über Fonds, die in der Schweiz häufig nur qualifizierten Anlegern offenstehen. Bei Everon läuft der Zugang zu Private Markets und damit zu Private Debt über ein Vermögensverwaltungsmandat. Privatkunden, die mit einem beaufsichtigten Finanzintermediär wie Everon in einem auf Dauer angelegten Vermögensverwaltungsverhältnis stehen, gelten nach Art. 10 Abs. 3ter des Kollektivanlagengesetzes (KAG) als qualifizierte Anleger. Ausgenommen sind Privatkunden, die erklärt haben, nicht als qualifizierte Anleger gelten zu wollen. Ob und in welchem Umfang Private-Debt-Fonds ins Portfolio aufgenommen werden, entscheidet das Portfoliomanagement-Team von Everon im Rahmen der vereinbarten Anlagestrategie.

Das in Private Debt investierte Kapital ist über die Laufzeit der Fonds gebunden, oft mehrere Jahre, und steht kurzfristig nicht zur Verfügung. Das verlangt einen langfristigen Anlagehorizont. Die Beurteilung eines einzelnen Engagements verlangt Fachkenntnisse, weil sich die Bonität des Kreditnehmers nicht anhand öffentlicher Quellen prüfen lässt. Private Debt kann sich zeitweise anders entwickeln als börsennotierte Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen. Eine abweichende Entwicklung schützt nicht vor Verlusten. Kreditausfälle sind möglich, und weil Bewertungen seltener erfolgen als an der Börse, zeigen sich Wertveränderungen verzögert.

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Welche Chancen bieten sich Anlegern bei Private Debt?

Das Grundprinzip von Private Debt: Private Kreditgeber tragen das Risiko der Unternehmensfinanzierung und können dafür einen Zinsaufschlag gegenüber vergleichbaren börsengehandelten Anleihen erhalten, als Ausgleich für Kredit- und Illiquiditätsrisiko. Die konkret erzielbaren Erträge hängen von der gewählten Strategie, der Qualität der Kreditnehmer und den Marktbedingungen ab; sie sind nicht garantiert. Vergangene Erträge sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Neben den möglichen Vorteilen alternativer Anlageklassen, etwa der Diversifizierung, hat Private Debt weitere Eigenschaften:

  • Vorrangige Stellung: Im Vergleich zu Private Equity und Immobilien sind Schuldtitel in der Kapitalstruktur vorrangig. Bei einem Ausfall gehen die Forderungen der Kreditgeber denen der Eigenkapitalgeber im Rang vor. Wie viel zurückfliesst, hängt von Rang und Besicherung ab.
  • Vertragliche Verzinsung: Die Zinsen sind vertraglich vereinbart und dadurch meist besser planbar als Erträge aus Eigenkapitalanlagen. Bei variablen Sätzen schwanken sie, und ob sie vollständig fliessen, hängt von der Bonität des Kreditnehmers ab.
  • Enge Beziehung zum Kreditnehmer: Private Kreditgeber pflegen in der Regel engere Beziehungen zu den Kreditnehmern als bei Standardkrediten. Je nach Vertrag erhalten sie laufend Informationen und können über Auflagen (Covenants) früher reagieren, wenn sich die Lage des Unternehmens verschlechtert. Vor Verlusten schützt das nicht.
  • Zugang zu spezialisierten Bereichen: Private Debt eröffnet Anlegern Zugang zu Wirtschaftsbereichen wie erneuerbaren Energien, Wachstumsunternehmen sowie Finanzierungsformen, die ansonsten primär Banken vorbehalten sind.

Welche Risiken sollten Anleger bei Private Debt beachten?

Private-Debt-Anlagen sind mit spezifischen Risiken verbunden, bis hin zum Verlust des investierten Kapitals. Anleger sollten ihre Risikofähigkeit sorgfältig einschätzen, bevor sie in diese Anlageklasse investieren.

Die wichtigsten Risiken:

  • Illiquidität: Private-Debt-Investitionen sind oft langfristige Engagements mit begrenzter Liquidität. Anders als bei öffentlich gehandelten Wertpapieren lässt sich eine Investition oft nicht oder nur mit Abschlag vorzeitig verkaufen, weil der Sekundärmarkt für Private Debt klein ist.
  • Kreditrisiko: Private-Debt-Investitionen bergen das Risiko, dass der Schuldner seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann. Ursachen sind etwa schwache Erträge, hohe Verschuldung oder ein Abschwung in der Branche des Kreditnehmers. Wie viel bei einem Ausfall zurückfliesst, hängt von der Rangfolge der Schuldtitel (vorrangig oder nachrangig) und der Besicherung ab.
  • Konzentration: Private-Debt-Investitionen können auf bestimmte Unternehmen, Sektoren oder Regionen konzentriert sein. Dies erhöht das Risiko, da eine negative Entwicklung in einem Unternehmen oder Sektor erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Investition haben kann.
  • Mangel an Informationen: Für private Kredite gelten keine Kotierungs- und Offenlegungsregeln einer Börse. Anleger erhalten deshalb oft weniger Informationen über den Kreditnehmer und die Bedingungen des Kredits. Wie gründlich ein Kreditnehmer geprüft wird, hängt stark vom Fondsmanager ab.
  • Zinsänderungsrisiko: Viele Private-Debt-Kredite sind an variable Zinssätze gebunden, oft mit einer Zinsuntergrenze. Steigen die Zinsen, erhalten Anleger höhere Zinszahlungen. Gleichzeitig wird der Kredit für den Kreditnehmer teurer, und das Ausfallrisiko kann steigen. Sinken die Zinsen, gehen die Zinserträge zurück, bis die Untergrenze greift.
  • Kosten: Private-Debt-Fonds erheben Verwaltungs- und teils Erfolgsgebühren, bei Dachfonds kommt eine zweite Gebührenebene dazu. Mehr dazu in Was Private-Markets-Fonds wirklich kosten.

Lesetipp: Investieren in volatilen Märkten: Risikostrategien für Anleger

Warum erfordert Private Debt professionelles Fachwissen?

Private Debt ist eine komplexe Anlageklasse. Privatanleger investieren deshalb in der Regel über Fonds, deren Manager die Kreditnehmer prüfen.

Kreditanalyse

Fondsmanager erhalten von den Kreditnehmern in der Regel laufend Finanzzahlen und Berichte zum Geschäftsgang. Daraus beurteilen sie das Kreditrisiko und die Rückzahlungsfähigkeit und verhandeln die Kreditverträge. Wirtschaftliche Einflüsse wie Inflation, Konjunktur und Zinsniveau fliessen in diese Beurteilung ein.

Streuung und Fondsauswahl

Zur Verwaltung eines Private-Debt-Portfolios gehören die Steuerung der Risiken und die Verteilung auf verschiedene Kreditnehmer, Branchen, Regionen und Instrumente, etwa Senior Secured Loans oder Mezzanine-Kapital. Bei Everon prüft das Portfoliomanagement-Team die Fonds und deren Manager und wählt auf dieser Grundlage aus, welche in ein Portfolio aufgenommen werden.

Lesetipp: Private Finanzplanung: so erreichen Sie Ihre individuellen Ziele

Welche Anlagestrategien und Finanzierungsinstrumente gibt es bei Private Debt?

Private Debt wird meist über Private-Debt-Fonds angelegt. Diese Fonds unterscheiden sich in ihrer Strategie und in den Schuldtiteln, die sie halten.

Die Finanzinstrumente teilen sich im Wesentlichen in folgende Bereiche auf:

  • Kredite mit erstrangiger Besicherung (Senior Secured Loans)
  • Nachrangige oder unbesicherte Kredite (Junior Loans, Unsecured Loans)
  • Mezzanine-Titel (im Rang hinter den vorrangigen Krediten)

Ebenso sind Kombinationen der verschiedenen Instrumente denkbar.

Direct Lending

Bei dieser Finanzierungsform vergeben spezialisierte Private-Debt-Fonds direkt Kredite an Unternehmen. Dies erfolgt ohne Syndizierung durch eine Bank. Direct-Lending-Fonds können Kredite rasch und flexibel strukturieren. Sie können zum Beispiel Zinsen für eine gewisse Zeit stunden oder dem Kapital zuschlagen und die Kreditbedingungen auf den Kreditnehmer zuschneiden. Dafür verlangen sie oft höhere Zinsen als Banken, auch weil sie mehr Risiko tragen.

Distressed Debt

In der Regel handelt es sich bei Distressed Debt um Obligationen oder Kredite von Unternehmen, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Möglicherweise stehen diese vor einer Insolvenz oder sind bereits insolvent. Diese Schulden werden oft zu einem Preis gehandelt, der unter ihrem Nennwert liegt, da Investoren das erhöhte Risiko und die Unsicherheit in Bezug auf die Rückzahlung berücksichtigen.

Mit Distressed Debt erwerben Anleger Forderungen gegenüber Unternehmen in einer schwierigen Phase. Ob sich ein Unternehmen erholt, ist offen, und ein Teil des Kapitals oder das ganze Kapital kann verloren gehen.

Mezzanine-Kapital

Mezzanine-Kapital ist eine Form der Finanzierung, die Eigenschaften von Eigenkapital und Fremdkapital kombiniert. Es steht in der Kapitalstruktur hinter dem vorrangigen Fremdkapital und vor dem Eigenkapital.

Mezzanine-Kapital wird typischerweise verwendet, um das Eigenkapital eines Unternehmens zu ergänzen, zum Beispiel bei Übernahmen, Wachstumsinvestitionen oder Umstrukturierungen. Es kann auch in Situationen eingesetzt werden, in denen traditionelle Bankkredite nicht verfügbar oder nicht ausreichend sind.

Im Vergleich zu vorrangigen Krediten ist Mezzanine-Kapital in der Regel höher verzinst, trägt aber auch ein höheres Risiko, weil es im Insolvenzfall erst nach diesen Krediten bedient wird. Mezzanine-Kapitalgeber haben oft das Recht auf eine Beteiligung an den Gewinnen des Unternehmens oder auf eine Wandlung ihrer Forderungen in Eigenkapital zu einem späteren Zeitpunkt.

Private Debt Fund of Funds

Ein Private-Debt-Dachfonds investiert in mehrere Private-Debt-Fonds und streut dadurch breiter. Dafür fällt eine zweite Gebührenebene an.

Special Situations

Kreditfonds im Bereich Private Debt, die sich auf sogenannte «Special Situations» spezialisieren, stellen Kapital für besondere Finanzierungsanlässe bereit.

Typische Anlässe sind Restrukturierungen, Abspaltungen von Unternehmensteilen oder Finanzierungen, für die Banken und klassische Kreditfonds keine passende Lösung bieten.

Venture Debt

Venture Debt bezeichnet eine spezifische Form der Finanzierung, bei der Wachstumsunternehmen oder Start-ups zusätzliches Fremdkapital aufnehmen, um ihr Wachstum zu unterstützen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Fremdfinanzierung richtet sich Venture Debt speziell an Unternehmen in einer frühen oder Wachstumsphase, die typischerweise von Risikokapitalgebern unterstützt werden. Weil viele dieser Unternehmen noch keine stabilen Erträge erzielen, ist das Ausfallrisiko erhöht.

Häufige Fragen zu Private Debt

Was ist Private Debt? Private Debt bezeichnet die Vergabe von Fremdkapital an Unternehmen durch private Geldgeber wie Fonds oder institutionelle Investoren, ausserhalb der öffentlichen Kapitalmärkte. Im Gegensatz zu börsennotierten Anleihen werden Private-Debt-Engagements direkt zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer vereinbart, oft mit flexiblen Bedingungen und variablen Zinssätzen.

Welche Arten von Private Debt gibt es? Die wichtigsten Strategien sind Direct Lending (direkte Kreditvergabe ohne Bankensyndizierung), Mezzanine-Kapital (Zwischenform von Eigen- und Fremdkapital), Distressed Debt (Engagements in finanziell angeschlagenen Unternehmen), Special Situations (spezifische Finanzierungsanlässe) sowie Venture Debt (Wachstumsfinanzierung für Start-ups).

Welche Risiken hat Private Debt? Die wichtigsten Risiken sind Illiquidität (kein einfacher Wiederverkauf), Kreditrisiko (Ausfall des Schuldners), Konzentrationsrisiko (wenige Positionen), eingeschränkte Transparenz sowie Zinsänderungsrisiko bei variabel verzinsten Engagements. Private Debt bindet Kapital in der Regel über mehrere Jahre und lässt sich nicht kurzfristig veräussern.

Wie gross ist der Private-Debt-Markt in der Schweiz? Der Schweizer Private-Debt-Markt ist ein nicht öffentlicher Markt, für den verlässliche Statistiken schwer zugänglich sind. Eine Studie der Hochschule Luzern aus dem Jahr 2019 schätzte das Schweizer Marktvolumen auf rund drei Milliarden Franken. Eine neuere Erhebung ist uns nicht bekannt.

Was verlangt ein Private-Debt-Engagement von Privatanlegern? Das Kapital ist in der Regel über mehrere Jahre gebunden, es gibt kaum einen Zweitmarkt für einen vorzeitigen Ausstieg, und die Bonität der Kreditnehmer lässt sich anhand öffentlicher Quellen nicht prüfen. Privatanleger investieren deshalb meist über Fonds, deren Manager die Kreditnehmer prüfen.

Jonas Bächinger
Über den Autor

Jonas Bächinger

CIO & Co-Founder bei Everon
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Rechts- oder Steuerberatung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Everon AG ist von der FINMA bewilligter Vermögensverwalter gemäss FINIG. Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge.

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