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Glossar

Private Debt

Private Debt bezeichnet Kredite, die nicht über Banken oder öffentliche Anleihemärkte, sondern direkt von privaten Investoren oder spezialisierten Fonds an Unternehmen vergeben werden. Anleger erhalten dafür Zinszahlungen und tragen das Ausfallrisiko des Kreditnehmers.

Auf einen Blick

  • Private Debt umfasst unter anderem Direct Lending, Mezzanine- und Distressed-Strategien.
  • Die Kredite sind in der Regel nicht börslich handelbar.
  • Die Verzinsung erfolgt häufig variabel auf Basis eines Referenzzinssatzes.
  • Entscheidend für das Risiko ist der Rang in der Kapitalstruktur. Senior besicherte Kredite werden im Fall einer Zahlungsunfähigkeit vor Mezzanine- und nachrangigen Tranchen bedient, und die höhere Verzinsung nachrangiger Strategien ist die Bezahlung für genau diesen Nachrang.
  • Ein Zugangsweg in der Schweiz ist der Limited Qualified Investor Fund (L-QIF), verfügbar seit dem 1. März 2024. Er steht nur qualifizierten Anlegerinnen und Anlegern offen, braucht keine Bewilligung der FINMA und untersteht nicht ihrer Aufsicht; beaufsichtigt ist nur das verwaltende Institut (Quelle: FINMA).

Häufige Fragen

Im Vordergrund stehen das Ausfallrisiko des Kreditnehmers und die eingeschränkte Handelbarkeit. Anleger binden ihr Kapital über die Laufzeit und können es nicht jederzeit zurückziehen.
Die beiden erfüllen nicht dieselbe Aufgabe im Portfolio. Eine börsenkotierte Obligation lässt sich an einem beliebigen Handelstag über die Börse verkaufen und trägt laufend einen Marktpreis. Für ein Private-Debt-Engagement gibt es keinen solchen Markt, sein Wert steht erst mit der periodischen Bewertung fest.

Quellen: FINMA