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Glossar

Obligation

Eine Obligation, auch Anleihe genannt, ist ein verzinsliches Wertpapier, mit dem ein Schuldner wie ein Staat oder ein Unternehmen Fremdkapital aufnimmt. Wer eine Obligation kauft, gewährt dem Schuldner ein Darlehen und ist dessen Gläubiger. Über die Laufzeit erhält der Inhaber in der Regel periodische Zinszahlungen, am Ende wird der Nennwert zurückbezahlt. Der Wert hängt von der Bonität des Schuldners und vom Zinsniveau ab.

Auf einen Blick

01

Eine Obligation verbrieft ein Darlehen; der Inhaber ist Gläubiger, nicht Miteigentümer.

02

Der Inhaber erhält in der Regel periodische Zinsen und am Laufzeitende den Nennwert zurück.

03

Zentrale Risiken sind das Ausfallrisiko des Schuldners und das Zinsänderungsrisiko.

Häufige Fragen

Steigen die Marktzinsen, sinkt in der Regel der Kurs bestehender Obligationen mit tieferem Zins, da neue Papiere attraktiver verzinst sind. Wer eine Obligation bis zur Fälligkeit hält, erhält den Nennwert zurück, sofern der Schuldner zahlungsfähig bleibt. Der Kurswert ist vor allem für einen vorzeitigen Verkauf relevant.
Nein. Auch Obligationen bergen Risiken, insbesondere das Ausfallrisiko, falls der Schuldner zahlungsunfähig wird. Die Bonität des Schuldners wird oft durch Ratings eingeschätzt, eine Garantie für die Rückzahlung ist das jedoch nicht.