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Glossar

Fund Management Fee

Die Fund Management Fee ist die laufende Vergütung, die einem Private-Markets-Fonds für Verwaltung und Betrieb belastet wird. Sie fällt unabhängig vom Anlageerfolg an. In der Investitionsphase wird sie meist auf das zugesagte Kapital berechnet und später auf das noch investierte. Diese Bemessungsgrundlage entscheidet über die tatsächliche Belastung oft stärker als der Prozentsatz selbst.

Auf einen Blick

  • Die Management Fee ist erfolgsunabhängig. Sie wird auch in Jahren ohne Wertzuwachs erhoben und ist damit das Gegenstück zum Carried Interest, der nur bei Gewinnen entsteht.
  • Entscheidend ist die Bemessungsgrundlage. Wird die Gebühr auf das zugesagte Kapital berechnet, fällt sie auch auf Geld an, das der Fonds noch gar nicht abgerufen hat.
  • Bei Fondslaufzeiten von zehn Jahren und mehr summiert sich die Gebühr über die gesamte Zeit. Eine Renditeangabe ist deshalb nur aussagekräftig, wenn dabei steht, ob sie vor oder nach Kosten gemeint ist.
  • Die Fund Management Fee ist nicht dasselbe wie die Mandatsgebühr des Vermögensverwalters. Beide können nebeneinander anfallen, die eine auf Mandatsebene, die andere im Fonds.

Häufige Fragen

Weil der Verwalter die Arbeit vorleistet. Beteiligungen werden gesucht, geprüft und verhandelt, bevor Geld fliesst, und diese Tätigkeit beginnt mit der Zeichnung, nicht mit dem ersten Kapitalabruf. Für die Anlegerin heisst das trotzdem, dass die Kosten früher laufen als das investierte Kapital. Wer zwei Fonds vergleicht, vergleicht deshalb nicht nur die Prozentsätze, sondern auch, worauf sie berechnet werden.