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Market Update Juli 2025: Ihre Börsen News

Marktbericht
von Jonas Bächinger
Market Update Juli 2025: Ihre Börsen News

Die globalen Finanzmärkte navigieren durch ein komplexes Umfeld aus spätzyklischer Wirtschaftsdynamik und geopolitischen Spannungen. Während die US-Wirtschaft erste Abkühlungstendenzen zeigt, bleiben europäische Märkte überraschend robust.

Die globalen Finanzmärkte navigieren durch ein komplexes Umfeld aus spätzyklischer Wirtschaftsdynamik und geopolitischen Spannungen. Während die US-Wirtschaft erste Abkühlungstendenzen zeigt, bleiben europäische Märkte überraschend robust. Welche Entwicklungen prägen aktuell die Börse? Unsere aktuellen Börse News liefern Ihnen eine fundierte Analyse der wichtigsten Marktbewegungen und Trends, die Sie als Anleger kennen sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • US-Wirtschaft : Erste Abkühlung trotz stabiler Konsumnachfrage und robustem Arbeitsmarkt
  • Europa : Solide Fundamentaldaten profitieren von EZB-Zinssenkungen und fiskalischen Impulsen
  • Geopolitik : Kontrollierte Eskalation bei Handelskonflikten, fragile Lage im Nahen Osten
  • Märkte : S&P 500 +1.8%, Nasdaq +3.3%, SMI -2.5% im Juni
  • Ausblick : Chancen bei europäischen Aktien, Risiken durch weitere Handelseskalation

Was die Märkte beschäftigt

Spätzyklische Dynamik und geopolitische Spannungen

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer spätzyklischen Phase: Konsumzahlen zeigten erste Schwächen, die Investitionen in den USA und Europa kühlten ab und die Inflation im Güterbereich hat sich deutlich entspannt. Gleichzeitig sorgt der anhaltende Handelskonflikt der USA mit insbesondere China, Europa und Kanada für neue Unsicherheiten.

Trotzdem bleibt die wirtschaftliche Gesamtlage ausserhalb der USA erstaunlich robust: Beispielsweise verzeichneten Europäische Aktienmärkte im zweiten Quartal solide Kursgewinne, getrieben durch fiskalische Impulse und eine Stabilisierung der globalen Nachfrage.

US-Wirtschaft: Erste Abkühlung trotz stabiler Konsumnachfrage

Die US-Wirtschaft zeigt im zweiten Quartal eine gemischte Entwicklung:

  • Die Konsumausgaben und der Arbeitsmarkt bleiben solide.
  • Die Einkaufsmanagerindizes haben sich nach Rückgängen stabilisiert.
  • Die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe haben sich nach einem schwachen Jahresstart im Juni leicht erholt.

Gleichzeitig sorgt der deutliche Anstieg der US-Zölle weltweit für Belastungen, von 2.5 % Anfang Jahr auf rund 15%: Unternehmen stehen vor der Wahl, diese Kosten an die Verbraucher weiterzugeben oder ihre Margen zu opfern. Dies dürfte sich in den kommenden Quartalen negativ auf den Konsum und die Investitionen auswirken.

Die US-Notenbank bleibt vorerst in einer abwartenden Haltung: Zinssenkungen sind frühestens im September zu erwarten, nachdem das jüngst veröffentlichte Fed-Protokoll eine zurückhaltende Haltung bei geldpolitischen Anpassungen erkennen liess – trotz politischen Drucks aus dem Weissen Haus, wo Präsident Trump offen versucht, Notenbankchef Jerome Powell zum Rücktritt zu bewegen.

Europa: Solide Fundamentaldaten, fiskalische Unterstützung

Europa profitiert von robusten Unternehmensgewinnen und Zinssenkungen der EZB. Die abkühlende Inflation erlaubt fiskalische Impulse in Bereichen wie Verteidigung und Infrastruktur. Defensive Branchen wie Gesundheit, Versorger und Konsumgüter führen die Kursgewinne an.

China: Stabilisierung mit Risiken

Chinas Konjunktur stabilisiert sich dank Infrastrukturinvestitionen und gezielten Unterstützungsprogrammen im Immobiliensektor. Die Exporte bleiben jedoch schwach, was die Abhängigkeit vom Inlandskonsum verstärkt. Der Zollstreit mit den USA ist nach wie vor ein entscheidender Faktor.

Geopolitik: Viel Lärm, aber bislang nur eine kalkulierte und kontrollierte Eskalation

Die Waffenstillstandsverhandlungen in der Ukraine verlaufen zäh, während die Lage im Nahen Osten nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen und trotz dem ausgerufenen Waffenstillstand fragil bleibt. Trump vermeidet bislang eine maximale Eskalation im Handelskonflikt, bleibt aber unberechenbar. Die Marktvolatilität hat sich - gemessen am VIX - nach erhöhten Werten seit März wieder auf dem Niveau von Jahresbeginn eingependelt.

Marktbewegungen im Juni

Aktien

  • USA: Der S&P 500 legte in CHF gerechnet um +1.8 % zu. Der Nasdaq erholte sich um 3.3 %. Insgesamt bleibt der US-Markt volatil, getrieben durch Technologie und Energie.
  • Europa: Der DAX und Euro Stoxx 50 bewegten sich stabil bis leicht negativ im Juni, konnten aber die starke Performance seit Jahresbeginn halten.
  • Schweiz: Der SMI verlor -2.5 %, stark belastet durch den Kursrückgang von Nestlé (-10 %). Die defensive Struktur des Marktes bleibt allerdings langfristig stabilisierend.
  • China & Emerging Markets: Chinesische Tech-Aktien setzten ihre Erholung fort, während andere Emerging Markets sich gemischt entwickelten.

Obligationen

  • US-Staatsanleihen bleiben volatil; die 10-jährige US-Rendite liegt knapp 4.5 %, Schweizer Staatsanleihen gut 0.4 %.
  • Die Märkte preisen bis Ende Jahr ein bis zwei Fed-Zinssenkungen ein.
  • Europäische Obligationen profitierten von der EZB-Zinssenkung.

Rohstoffe & Währungen

  • Gold: Konsolidierung nach starken Zugewinnen, bleibt als sicherer Hafen gefragt.
  • Öl: Der im Zusammenhang mit der möglichen weiten Eskalation im Nahen Osten im Raum gestandene Preisanstieg ist nicht, bzw. nur sehr beschränkt und kurzfristig eingetreten. Der Ölpreis ist seit zwei Wochen wieder stabil.
  • Währungen: Der US-Dollar setzte seine Schwäche fort (‑12% YTD ggü. CHF); der Euro blieb gegenüber dem Schweizer Franken stabil.

Fazit & Ausblick

Die Märkte preisen derzeit eine sanfte wirtschaftliche Abkühlung und eine graduelle geldpolitische Lockerung ein. Negative Überraschungen könnten kurzfristig zu Rücksetzern führen, mittel- bis langfristig sehen wir jedoch weiterhin Chancen, insbesondere auch ausserhalb der USA.

Chancen

  • Europäische und Schweizer Aktien bleiben fundamental attraktiv, insbesondere Small- und Mid-Caps.
  • Potenzielle Zinssenkungen der US-Zentralbank könnten US-Aktien im zweiten Halbjahr stützen.
  • Gold bleibt bei geopolitischen Risiken ein verlässlicher Diversifikator.

Risiken

  • Weitere Eskalation der US-Handelspolitik
  • Eine abrupte Abschwächung des US-Arbeitsmarktes.
  • Verzögerte geldpolitische Reaktionen oder fiskalische Schocks.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und stehen Ihnen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Jonas Bächinger
Über den Autor

Jonas Bächinger

CIO & Co-Founder bei Everon
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Everon AG ist von der FINMA bewilligter Vermögensverwalter gemäss FINIG. Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge.

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