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Glossar

Depotbank

Die Depotbank (auch Custodian) ist ein Finanzinstitut, das Wertschriften und andere Vermögenswerte ihrer Kunden verwahrt, Konten führt, Transaktionen abwickelt und Depotauszüge erstellt. Sie trifft keine Anlageentscheidungen. Schweizer Depotbanken unterstehen dem Bankengesetz (BankG). Bei der unabhängigen Vermögensverwaltung wird die Depotbank bewusst vom Verwalter getrennt: Das Kundenvermögen liegt bei einer selbstgewählten Depotbank, der Verwalter erhält nur eine beschränkte Handelsvollmacht, aber keine Verfügungsgewalt über die Vermögenswerte selbst.

Auf einen Blick

01

Die Depotbank verwahrt Vermögen, trifft aber keine Anlageentscheidungen; Verwahrung und Verwaltung sind bewusst getrennte Funktionen.

02

Schweizer Depotbanken unterstehen dem Bankengesetz (BankG) mit strengen Anforderungen an Kapital, Liquidität und Buchführung.

03

Im Modell der unabhängigen Vermögensverwaltung kann der Kunde die Depotbank frei wählen; der Verwalter erhält nur eine beschränkte Handelsvollmacht.

04

Ein Vermögensverwalter kann für ein Mandat mehrere Depotbanken gleichzeitig nutzen, zum Beispiel je eine für die liquiden und die illiquiden Anteile.

Häufige Fragen

Die Depotbank verwahrt Vermögenswerte, wickelt Transaktionen ab und führt Konten, entscheidet aber nicht über Käufe oder Verkäufe. Der Vermögensverwalter trägt das Mandat, entwickelt die Anlagestrategie und setzt sie um. Beide Rollen sind regulatorisch getrennt, was Interessenkonflikte strukturell begrenzt.
Ja. Bei einem unabhängigen Vermögensverwalter liegt die Wahl der Depotbank beim Kunden. Der Verwalter empfiehlt in der Regel geeignete Institute, ist aber nicht an eigene Depotbankbeziehungen gebunden. Das stärkt die Unabhängigkeit und ermöglicht es, Depotbanken nach Kriterien wie Kosten, Produktspektrum oder Domizil auszuwählen.